Archiv 2011

Deutsche Schulen in Japan nach Erdbeben unversehrt

Die Gebäude der beiden in Japan von der ZfA des Bundesverwaltungsamtes geförderten Deutschen Schulen in Tokio und Kobe sind nach derzeitigem Kenntnisstand unversehrt.

Die ZfA steht seit Beginn des Erdbebens am vergangenen Freitag in engem Kontakt mit der Deutschen Schule Tokio Yokohama, der Deutschen Schule Kobe sowie dem Krisenzentrum des Auswärtigen Amts. Das schwere Erdbeben am Freitag hat nach vorliegendem Kenntnisstand keinen Schaden an den beiden Schulen verursacht.

Die Deutsche Schule Tokio Yokohama liegt ca. 400 Kilometer südlich des ersten Atomunfalls und 80 Kilometer südlich des zweiten Atomunfalls. Seit vier Tagen wird die Stadt von permanenten Erdbebenstößen heimgesucht. In Abstimmung mit der Botschaft hat die Schulleitung aufgrund der kritisch eingeschätzten Situation am 13. März entschieden, die Schule zunächst für eine Woche zu schließen. „Wir geben damit allen betroffenen Kindern und deren Eltern die Möglichkeit vorübergehend das Land zu verlassen, ohne noch unter dem zusätzlichen Druck zu stehen, Unterrichtsstoff zu versäumen“, so Schulleiter Dr. Michael Szewczyk.

Das Auswärtige Amt hat die Krisenstufe 2A festgelegt, d.h. die Familienangehörigen der elf vermittelten Lehrkräfte können ausreisen. Die ZfA übernimmt hierfür die Kosten. „Der Schulleiter Dr. Szewczyk ist derzeit noch vor Ort und hat am Telefon die Situation als sehr angespannt beschrieben“, berichtet Rüdiger Hocke, der als Regionalbeauftragter in der ZfA unter anderem Japan betreut. Die meisten Deutschen – Eltern, Kinder, Lehrkräfte – seien derzeit bemüht, das Land zu verlassen oder hätten bereits das Land verlassen.

Auch das Gebäude der Deutschen Schule Kobe ist von Erdbebenschäden verschont geblieben. „Nach den Informationen, die wir von den deutschen Behörden haben, gibt es keine Empfehlung zur Evakuierung aus dem Kansai-Gebiet“, so Schulleiterin Ursula Shioji. Da West-Japan nicht von der aktuellen Krisensituation direkt betroffen ist, läuft der Schulbetrieb wie bei den anderen internationalen Schulen vor Ort auch wie gewohnt weiter.

14.03.2011
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen

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