Archiv 2011

Direktoren wollen Netzwerk knüpfen


Sie trafen sich in „Dreamland“ und durften tatsächlich ein bisschen träumen: Die 37 Schuldirektoren der PASCH-Schulen in Nordafrika und dem Nahen Osten.

Vor den Toren Kairos kamen sie jetzt zu einer Regionalkonferenz zusammen, bei der auch Zukunftsvisionen auf der Tagesordnung standen. „Unsere Schüler sollten sich gegenseitig kennenlernen“, wünschten sich die Direktoren im Tenor. Und die PASCH-Organisatoren versicherten, dieser Traum kann Wirklichkeit werden ...

Aus zehn Ländern reisten die Schuldirektoren für drei Tagen nach Kairo. Sie kamen aus Marokko, Tunesien, den Golfstaaten, dem Libanon, Jordanien, aus dem Irak und natürlich aus Ägypten. Länder, die sich in vielem unterscheiden, doch eines gemeinsam haben: Überall gibt es Partnerschulen des Goethe-Instituts. Überall lernen Schüler Deutsch.

„Warum sollten sie sich nicht gegenseitig beim Deutschlernen helfen“, fragte einer der Direktoren auf der Regionalkonferenz. „Vernetzung“, lautete das Schlagwort, an dem alle Schulleiter großes Interesse zeigten. Erfolgreiche Projektideen sollen künftig untereinander ausgetauscht werden, die PASCH-Schüler auch in direkten Kontakt miteinander treten können. „Am liebsten auf Deutsch“, wurde vorgeschlagen. Das Internet macht´s möglich.

Erste Ideen, wie der Schüleraustausch zum Erfolg werden kann, wurden bereits gesammelt. So wurde vorgeschlagen, im Vorfeld der Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft, die im Sommer 2011 in Deutschland ausgetragen wird, gemeinsame Sportveranstaltungen zu organisieren. Eine Idee: 800 Schülerinnen und Schüler laufen jeweils eine Strecke von einem Kilometer und überwinden damit symbolisch die Distanz zwischen den beiden Fußballstadien in Berlin und München, zwei Austragungsorten der Frauen-WM.

Ein zweiter Vorschlag präsentierte sich wahrlich märchenhaft: Wie wäre es, wenn die PASCH-Schüler traditionelle Sagen und Erzählungen aus ihrer Heimat aufschreiben und diese mit anderen Kindern in der Welt austauschen? Eine prima Idee, fanden zahlreiche Direktoren. Und auch den sogenannten „Deutsch-Tag“ wollen viele an ihren Schulen etablieren. Dazu sollen insbesondere auch die Eltern eingeladen werden, war man sich einig. „Sie sollen sehen, was und wie ihre Kinder lernen.“

Gleich zu Beginn der PASCH-Konferenz, die durch Dr. Ingrid Köster, Regionaldirektorin der Sprachabteilung des Goethe-Instituts Kairo, eröffnet wurde, setzten sich die Teilnehmer mit Fragen zur Qualitätsentwicklung an ihren Schulen auseinander. Frank Beckmann von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) hielt einen Vortrag zur jüngsten Entwicklung im Qualitätsmanagement an Schulen. Welche Personengruppen sind in einer Schule an Qualitätsentwicklung beteiligt, so eine seiner zentralen Fragen, die er damit beantwortete, dass Eltern, Lehrer und Schulleiter Hand in Hand arbeiten müssten. Nur bei einer Einigkeit über das „Wie“ und „Was“ an einer Schule ließe sich die Qualität des Unterrichts verbessern, stellte Frank Beckmann zusammenfassend fest.

Zum Abschluss der Regionalkonferenz in Kairo lud der deutsche Botschafter in Ägypten, Michael Bock, die 37 Direktoren der PASCH-Schulen in den Garten seiner Residenz ein. Er könne den PASCH-Schülern gut nachfühlen, meinte Bock. „Ich lerne auch gerade eine Fremdsprache“, so der Botschafter. „Arabisch!“ Fremdsprachen zu erlernen sei ein „wichtiger Anknüpfungspunkt für die Völkerverständigung“, unterstrich Bock. Die Schuldirektoren aus Nordafrika und dem Nahen Osten versprachen ihm, mit ihrer Arbeit daheim am großen Netzwerk weiterzuknüpfen.

11.01.2011
Quelle: Goethe-Institut

PASCH-net und Social Media