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Auf den Spuren deutscher Kultur in Bukarest

Besuch bei den Ikonenmalern und Restaurateuren
Anfang Dezember fanden sich Schülerinnen und Schüler der DSD-Schulen Bukarests in den Räumen der Universität der Künste (UNARTE) zusammen. Unter dem Motto „Bukarest, Rumänien: Unbekannte Orte oder deutsche Heimat?“ begaben sie sich auf die Spuren deutscher Kultur vor Ort.


In dem Workshop unter der Leitung des deutschsprachigen Universitätsprofessors Dr. Alexandru Marginean, des Fachberaters der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) in Bukarest, Fabrice Liesegang, sowie der Deutschlehrerin Kathrin Jarosch konnten sich die Deutschlernenden der Klassen 7-11 vor allem praktisch mit der Spurensuche deutscher Kultur in Bukarest auseinandersetzen.

Spannende Einblicke in die Abteilungen der Universität

Nach einer Präsentation über deutsche Einflüsse auf die Kunst in Rumänien und deren Entwicklung in verschiedenen Kunstepochen durch Dr. Marginean gab es eine Führung durch die Räume der Universität, unter anderem in den Abteilungen Restaurierung, Wandmalerei und Keramik. Dort wurden einige Arbeiten sowie aktuelle Projekte von Studierenden vorgestellt, wobei die Schülerinnen und Schüler auch Fragen stellen konnten.

Besonders großes Interesse zeigten die jungen Leute im Bereich Mode und Glasbläserei. Vor allem die Möglichkeit, einmal selbst ein kleines Produkt aus erhitztem Glas herzustellen, fand bei vielen von ihnen großen Zuspruch.
 

Probieren geht über Studieren

Zwischendurch wurde immer wieder am eigenen Kunstwerk gearbeitet. Weil auf diese Weise nicht nur die Fotografie, sondern auch das tatsächliche Objekt als Vorlage diente, konnten sich die Schülerinnen und Schüler sehr intensiv mit dem darzustellenden Gegenstand auseinandersetzen. Die eigenen Interpretationen nahmen schließlich immer weitere Formen an.

Kunst entsteht

Die liebevoll gestalteten Ergebnisse der vielen jungen Künstlerinnen und Künstler wurden gesammelt und werden in einer kleinen Broschüre veröffentlicht. Zusammen mit kleinen Artikel der Teilnehmenden, in denen sie sich ganz persönlich der Frage widmeten: „Bukarest, Rumänien: Unbekannte Orte oder deutsche Heimat?“

Im Anschluss an die Besprechung verschiedener Zeichen- und Maltechniken durften die Schülerinnen und Schüler unter zahlreichen Fotografien von Objekten „deutscher“ Kunst ein Motiv auswählen, welches sie mit Pastellkreide selbst zeichnen sollten.

Weitere Impulse erhielten sie durch den Besuch der beiden Museen, in denen diese Objekte ausgestellt sind. Das Museum Storck der deutschstämmigen Künstlerfamilie Storck sowie das Museum Minovici, in welchem unter anderem Keramik und traditionelle Trachten aus Siebenbürgen ausgestellt sind, sowie die dazugehörigen liebevoll gestalteten Gärten und Wohnhäuser waren für viele der Teilnehmenden ein echtes Highlight.
05.01.2018
Kathrin Jarosch, Lehrerin
Fabrice Liesegang, Fachberater in Bukarest

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