Alle Alumni-Porträts

PASCH-Alumni im Porträt: Inha Barsukova

Ich bin Inha Barsukova. Ich habe an einer PASCH-Schule in Belarus das DSD II erworben und ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) für ein Studium in Deutschland erhalten. Nun schreibe ich meine Masterarbeit an der Hochschule Wismar.

Ich bin 1991 geboren. Da meine Mutter Deutschlehrerin ist, habe ich schon mit vier Jahren angefangen Deutsch zu lernen. Meine Schulzeit habe ich an der Mittelschule Nr. 7 in Brest verbracht. Auf Initiative meiner Mutter habe ich dort am Deutschunterricht teilgenommen und später das Deutsche Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz – Zweite Stufe (DSD II) abgelegt. Deutsch hat mich also von meiner Kindheit an begleitet und ich bin meiner Mutter heute sehr dankbar, dass sie mich auf diesen Weg gebracht hat. Denn der Deutschunterricht an meiner PASCH-Schule hat mich sehr gut auf das Studium in Deutschland vorbereitet.

Der Wettbewerb „Lesefüchse international“

Ein besonderes Erlebnis in meiner Schulzeit war zum Beispiel meine Teilnahme an „Lesefüchse international". Das ist ein Lesewettbewerb der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), dessen Finalrunden zuerst in Brest und dann in Moskau stattgefunden haben. Für den Wettbewerb haben wir mehrere deutsche Jugendbücher gelesen und darüber im Unterricht diskutiert. Dadurch haben wir neben dem Lesen vor allem das Argumentieren über die Probleme, um die es in den Jugendbüchern ging, trainiert. Das war neu und sehr spannend für mich. Ich habe den Wettbewerb zwar nicht gewonnen, aber durch ihn zum ersten Mal Moskau gesehen. An diese Stadt habe ich immer noch sehr lebendige Erinnerungen. Während des Wettbewerbs hatte ich außerdem die Gelegenheit, Schüler und -Schülerinnen von anderen PASCH-Schulen aus Russland und der Ukraine kennenzulernen.

Eine Reise aufs Land

Mit unserem Deutschkurs waren wir auch mal auf einer Exkursion in Belarus. Das war eine lustige Reise – zuerst ging es mit dem Bus in ein Dorf in der Nähe von Minsk und später in die Hauptstadt selbst. Wir haben einige Museen besucht und etwas über die Geschichte des Handwerks und des Landlebens in Belarus gelernt, was ich sehr interessant fand. In Minsk gab es dann ein gemeinsames Abendessen mit Live-Musik. Es hat mir gut gefallen, dass es im Deutschunterricht an meiner PASCH-Schule nicht nur darum ging, die deutsche Kultur kennenzulernen, sondern wir auch die Möglichkeiten bekommen haben, uns mit der eigenen belarussischen Kultur auseinanderzusetzen.

Meine Zeit in Deutschland

Dank eines Stipendiums des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) konnte ich dann gleich nach meinem Schulabschluss nach München umziehen. Dort habe ich zunächst ein Studienkolleg besucht, um mich auf mein Studium in Deutschland vorzubereiten. Das war eine tolle Zeit, denn hier habe ich mit vielen anderen Menschen aus der ganzen Welt zusammen lernen können. Danach habe ich mein Innenarchitektur-Studium an der Fachhochschule Rosenheim begonnen.

Im Moment schreibe ich meine Masterarbeit an der Hochschule Wismar, auch im Fachbereich Innenarchitektur. Das Thema meiner Arbeit ist: „Urban plug in – Aufstockungsmodul in Fertigbauweise für den urbanen Raum mit Schwerpunkt Wohnen im Grünen“. Mein Studium gefällt mir sehr, weil es Bezüge zur Praxis hat und man dank der Zusammenarbeit mit verschiedenen Firmen die Möglichkeit hat, Projekte, die man sich theoretisch überlegt hat, exemplarisch umzusetzen.

Nach meinem Abschluss möchte ich an tollen Architektur-Projekten mitarbeiten, berufliche Erfahrungen sammeln und im weitesten Sinne kreativ arbeiten, um später einmal eigenverantwortlich gestalterisch tätig zu werden – vielleicht als Geschäftsführerin eines eigenen Designbüros. Jetzt bin ich aber erstmal auf der Suche nach einer neuen Herausforderung und der Möglichkeit, das im Rahmen meiner Masterarbeit entworfene Projekt in die Praxis umzusetzen.

Links zum Thema

PASCH-net und Social Media

Link-Tipps