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PASCH-Alumni im Porträt: Tatevik Hovhannisyan

Ich bin Tatevik Hovhannisyan aus Armenien. Ich habe an der PASCH-Schule „Vahan Teryan“ in Eriwan das DSD II erworben. Heute studiere ich Übersetzungswissenschaft – und bringe Schülerinnen und Schülern in meinem Heimatland Deutsch bei.

Ich bin 1994 in der armenischen Hauptstadt Eriwan geboren. Einige Jahre meiner Kindheit habe ich in Deutschland verbracht. Deshalb hatte ich bereits Vorkenntnisse, als 2006 in meiner PASCH-Schule „Vahan Teryan“ (heute: 60. Grundschule „Vahan Teryan“) der Deutschunterricht begann. Fünf Jahre später habe ich dort das Deutsche Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz – Zweite Stufe (DSD II) erworben, ein Jahr später habe ich die Schule abgeschlossen.

Besuch aus Deutschland

An meiner PASCH-Schule gefiel mir besonders, dass wir häufig Besuch aus Deutschland hatten. Zum Beispiel von Schülerinnen und Schülern unserer Partnerschule in Deutschland, dem Domgymnasium in Naumburg im Bundesland Sachsen-Anhalt. Zu unserer Schule kamen außerdem Freiwillige von kulturweit. kulturweit ist ein internationaler Freiwilligendienst im Bereich der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik, der durch das Auswärtige Amt gefördert wird. Die kulturweit-Freiwilligen unterstützten uns während des Unterrichts und kommunizierten auch sehr viel in unserer Freizeit mit uns. Das fand ich sehr vorteilhaft.

Kontakte im Nachbarland

Während meiner Schulzeit habe ich an landesweiten Schulolympiaden teilgenommen – und dabei sogar den ersten Platz belegt. Außerdem habe ich an verschiedenen Seminaren teilgenommen, die vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) organisiert wurden. Zweimal habe ich vom DAAD ein Stipendium für einen Sommerkurs erhalten. Ein Kurs fand 2013 in Armenien statt, der andere 2015 in Tiflis in Georgien. Während des Sommerkurses in Georgien habe ich einige Studentinnen und Studenten kennengelernt, die eine PASCH-Schule in Tiflis besucht hatten. Da Armenien und Georgien Nachbarländer sind, können wir uns nun immer treffen, wenn wir uns im Nachbarland befinden.

Auch mit einigen Schülerinnen und Schülern unserer Partnerschule aus Deutschland stehe ich heute noch in Kontakt. Durch den Schüleraustausch und die Ausflüge, die unsere Schule für die deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer organisierte, hatte ich darüber hinaus die Gelegenheit, mein Heimatland kulturell näher kennenzulernen und mich mit seiner Geschichte vertraut zu machen. Da ich einen Teil meiner Kindheit in Deutschland verbracht habe und Armenien anfangs kaum kannte, war das eine tolle Möglichkeit.

Zukunftspläne mit Deutsch

Momentan studiere ich im vierten Studienjahr Übersetzungswissenschaft. Nebenbei unterrichte ich Deutsch als Fremdsprache an einer französischen Schule in Eriwan. Mir gefällt die Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern sehr. Ihnen Deutsch beizubringen, macht mir Spaß. Deutsch ist meine erste Sprache – und genau mit dieser Sprache sind all meine Zukunftspläne verbunden.

Mein Ziel ist es, die Sprache frei und selbstbewusst zu beherrschen, um später einen guten Arbeitsplatz zu finden. Am liebsten möchte ich nach meinem Studium bei einer deutschen Organisation arbeiten. Ob in Armenien oder Deutschland kann ich aber noch nicht genau sagen. Fest steht: Deutsch wird weiterhin eine wichtige Rolle für mich spielen. Denn mein Wunsch ist es, das, was ich – möglichst nach einigen Erfahrungen in Deutschland – gelernt habe, mit meinen Mitbürgerinnen und Mitbürgern in meinem Heimatland zu teilen.

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