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PASCH-Alumni im Porträt: Daniel Lyubomirov

Ich bin Daniel Lyubomirov. Ich habe am Fremdsprachengymnasium „Romain Rolland“ in Bulgarien fünf Jahre lang Deutsch gelernt und studiere heute mit einem Stipendium in Deutschland. Dank PASCH kenne ich Menschen aus fast jeder Ecke der Welt.

Seit zwei Semestern studiere ich an der RWTH Aachen in Deutschland Elektrotechnik, Informationstechnik und Technische Informatik. Das Studium ist sehr anspruchsvoll und anstrengend, auch, weil die RWTH Aachen eine Elite-Uni ist. Wenn man aber einen starken Willen und Freunde hat, mit denen man zusammen lernen und auch entspannen kann, dann macht das Studium Spaß – so wie mir. Nach dem Studium werde ich wahrscheinlich in die Forschung gehen.

Neue Sprachen öffnen Türen

Die deutsche Sprache hat in meiner Ausbildung eine große Rolle gespielt. Heute nutze ich sie tagtäglich – ob beim Lernen in der Uni oder bei Gesprächen mit meinem deutschsprachigen Freundeskreis. Angefangen hat alles in der achten Klasse an meiner PASCH-Schule, dem Fremdsprachengymnasium „Romain Rolland“ in meiner Heimstadt Stara Zagora in Bulgarien. Dort habe ich fünf Jahre lang Deutsch gelernt und das Deutsche Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz – Zweite Stufe (DSD II) erworben. Wegen besonderer Leistungen hat mir der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) dann ein Vollstipendium für ein Studium in Deutschland verliehen.

Das Erlernen einer fremden Sprache ist für mich eine Leidenschaft. Ich meine nicht den Frontalunterricht, den wohl jeder aus der Schule kennt, sondern die vielen Türen, die sich mit einer neuen Sprache öffnen: Bücher im Original lesen, Filme gucken oder die Gespräche mit Freunden. All das gibt einem eine andere, breitere Weltanschauung. Man entwickelt eine neue Denkweise und nimmt einen Teil der fremden Kultur als die eigene mit.

Mit PASCH nach Deutschland

Die PASCH-Initiative habe ich vor allem durch meine Teilnahme an Wettbewerben näher kennengelernt. 2012 habe ich zum Beispiel bei der Internationalen Deutscholympiade in Frankfurt am Main den zweiten Platz auf dem Sprachniveau C1 belegt – und zwar unter 100 Jugendlichen aus 50 verschiedenen Ländern. Die Zeit in Frankfurt war unvergesslich. Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schüler aus allen Kontinenten habe ich verschiedene kulturelle Veranstaltungen besucht und Einblicke in die deutsche Vergangenheit und Gegenwart erhalten. Wir waren zum Beispiel im Haus von Goethe und haben ein Spiel des Frisbee-Teams von „Eintracht Frankfurt“ besucht.

2013 habe ich den so genannten „Bayern-Wettbewerb“ gewonnen. Bei diesem Wettbewerb sollten sich bulgarische PASCH-Schüler kreativ mit der bayerischen Kultur auseinandersetzen. Ich habe die Jury mit einem selbstgemachten Film über unbekannte bayerische Erfindungen beeindruckt. Der Preis war eine viertägige Exkursion nach München mit den anderen Gewinnern und Gewinnerinnen. Dabei hatten wir Gelegenheit, das BMW-Museum, das Schloss Neuschwanstein und den Olympiapark zu besichtigen und uns von der Einzigartigkeit der bayerischen Hauptstadt begeistern zu lassen. Auch das Treffen mit ehemaligen Gewinnern und Gewinnerinnen, die heute in München studieren, war sehr interessant.

PASCH-Freunde in aller Welt

Dank der PASCH-Initiative kenne ich jetzt ehemalige PASCH-Schülerinnen und -Schüler aus mehr als 60 Ländern, also aus fast jeder Ecke der Welt. Mit vielen halte ich noch heute Kontakt, auch durch die regelmäßigen Stipendiatentreffen des DAAD. An PASCH gefällt mir außerdem, dass so viele Schülerinnen und Schüler weltweit die Möglichkeit bekommen, nach Deutschland zu reisen – sei es durch Wettbewerbe, Austauschprogramme oder Projekte. Denn durch diese Aufenthalte gewinnt man einen besseren Einblick in die deutsche Sprache und das Leben in Deutschland. Ich habe mich zum Beispiel in fast jeder deutschen Stadt verlaufen. Dann habe ich immer andere Leute gefragt, die mir freundlich den richtigen Weg erklärt haben. Ob man dabei besser Deutsch lernt? Auf jeden Fall!

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