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PASCH-Alumni im Porträt: Thibault Immelé

Ich bin Thibault Immelé – mein Name bedeutet im Elsässischen „kleine Hummel“, aber ich stamme aus der Bretagne, wo ich geboren und aufgewachsen bin. Seit 2015 lebe und studiere ich in Deutschland.

An einer PASCH-Schule in Rennes habe ich früh angefangen, Deutsch zu lernen: am Collège et Lycée Emile Zola. Mit zehn Jahren bin ich das erste Mal mit meiner Klasse nach Deutschland gefahren. Vier Jahre später habe ich dann einen Austausch in Kiel gemacht. Im Jahr darauf bin ich erneut dorthin gefahren, da meine Schule eine Partnerschaft mit dem Gymnasium Wellingdorf in Kiel hat. Diese Austauscherfahrungen haben mich wirklich geprägt: Das Erfahren von Freundschaft, das durch die deutsche Sprache möglich wurde, war eine der größten Motivationsquellen, meine Deutschkenntnisse stetig zu erweitern.

PASCH und Theater

Die PASCH-Initiative hat mir auch viele außerschulische Möglichkeiten gegeben mein Deutsch zu verbessern, zum Beispiel im Rahmen des PASCH-Theaterfestivals. An diesem Theaterprojekt habe ich drei Jahre lang teilgenommen und es war wirklich eine tolle Erfahrung! Dank des Theaterspielens setzt man sich mit der kreativen und innovativen Seite der deutschen Sprache auseinander – und damit, wie sie konkret unsere Weltanschauung verändert.

Die deutsche Sprache war in diesem Fall nie ein Hindernis, sondern ein Werkzeug zum Erfinden und zur persönlichen Entfaltung. Diese PASCH-Erfahrung hat mir außergewöhnliche Momente in meiner Schulzeit beschert. Und ich bin noch immer in Kontakt mit dem Theaterlehrer und den damaligen Mitschülerinnen und Mitschülern. Es macht großen Spaß zu sehen, wie die Zolala-Theatertruppe (abgeleitet aus dem Namen meiner Schule) sich entwickelt hat.

Deutsch verbindet

Eine der besten Erfahrungen war die Theaterreise nach Tordera in Spanien 2013. Dort haben wir interessante Aufführungen rund um das Festivalmotto „Unterwegs“ gesehen und anderen PASCH-Schülerinnen und -Schülern unser eigenes Theaterstück vorgestellt. Außerdem haben wir an verschiedenen Workshops teilnehmen können. Das war eine hervorragende und lebhafte Woche mit vielen konstruktiven Kontakten zu den engagierten Akteuren der PASCH-Initiative des Goethe-Instituts und natürlich zu den anderen Schülerinnen und Schülern.

Ich bin im Sommer sogar wieder zu Besuch in Madrid bei einem spanischen Freund von damals: Ich hätte nie erwartet, mit ihm auf Deutsch sprechen und kommunizieren zu können – und somit durch die deutsche Sprache schließlich auch Spanisch zu lernen und Spanien entdecken zu können!

Deutsch-französisches Studium

Deutsch wird meine Zukunft auf jeden Fall beeinflussen und bereichern. Gerade studiere ich Politikwissenschaft in einem deutsch-französischen Studiengang an der Universität Sciences Politiques Rennes und der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Man studiert, lebt, feiert mit Deutschen und Franzosen, lernt neue Freunde kennen und reflektiert dabei selbstkritisch seine Perspektive über die eigene Kultur.

Nach einem Praktikum beim Goethe-Institut Paris im Bereich Bildungskooperation Deutsch interessiere ich mich immer stärker für internationale Kooperationen – und ich denke, dass die enge Kooperation zwischen Frankreich und Deutschland auch ein Vorbild für andere Länder sein kann.

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