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PASCH-Alumni im Porträt: Ahmed Tageldin

Ich bin Ahmed Tageldin aus Ägypten und studiere Elektro- und Informa­tions­technik in München. Ermöglicht hat mir das der Besuch der Deutschen Evangelischen Oberschule Kairo (DEO), an der ich ab dem Kindergarten Deutsch gelernt und gelebt habe.

Seit ich fünf Jahre alt bin, läuft mein Leben in eine Richtung, die von der deutschen Sprache abhängt: Ich bin 1996 in Kairo in Ägypten geboren und habe dort ab dem Kindergarten die Deutsche Evangelische Oberschule Kairo (DEO) besucht. An dieser PASCH-Schule habe ich 2014 meinen Abschluss gemacht. Zurzeit studiere ich mit einem Stipendium des Deutschen Akade­mischen Austauschdienstes (DAAD) Elektro- und Informationstechnik an der Technischen Universität in München. Mit meinem Studium bin ich mehr als zufrieden, da ich dadurch, dass ich die deutsche Sprache spreche, keinerlei Probleme habe. Die deutsche Sprache hat in meinem Leben also schon immer eine große Rolle gespielt. Man kann sagen, dass ich von ihr geprägt bin.

Leben zwischen zwei Welten

Durch den Besuch der Deutsche Evangelischen Oberschule Kairo (DEO) bin ich zwischen zwei Welten aufgewachsen. Ich habe alles aus zwei Perspekti­ven gesehen und war meinen Verwandten und Freunden mit meinen Ideen und Ansichten zu allen möglichen Themen immer einen Schritt voraus. Gefördert wurden wir an meiner PASCH-Schule aber vor allem durch die Möglichkeit, an verschiedenen Projekten teilzunehmen. Ich habe mich zum Beispiel mehrere Male erfolgreich am Känguru-Wettbewerb für Mathematik beteiligt. Außerdem bin ich in der elften Klasse zur Model United Nations-Konferenz (MUN) nach Athen geflogen. Das ist eine internationale Schüler­konferenz nach dem Vorbild der Sitzungen der Vereinten Nationen, die an der Deutschen Schule Athen stattfand. Nur ein Jahr später brachte mich ein Sportaustausch wieder nach Athen.

Deutsch lernen und leben verbindet

Nach der zehnten Klasse bin ich für ein Praktikum nach Deutschland gekommen und war bei einem Austausch zwischen meiner Schule und einer Schule in Stuttgart dabei. Nach der elften Klasse wurde ich im Rahmen des Internationalen Preisträgerprogramms des Pädagogischen Austausch­dienstes der Kultusministerkonferenz (PAD) dann wieder nach Deutschland eingeladen. Zwei Wochen lang haben wir in einer Gastfamilie gelebt, anschließend sind wir quer durch Deutschland gereist. Auf diese Weise haben wir die deutsche Kultur und Sprache hautnah erleben können und Gleichaltrige aus anderen Ländern kennengelernt. Für meine Freunde aus ägyptischen Schulen ist das ziemlich ungewöhnlich.

Ich bin froh über alles, was ich während meiner Zeit in Deutschland gesehen und erlebt habe. Die Erfahrungen waren unbezahlbar wertvoll – und wären ohne die PASCH-Initiative vermutlich nicht möglich gewesen. Die Freundschaften, die ich bei den Sportwettbewerben und auf der MUN-Konferenz in Athen geknüpft habe, halten bis heute an. Ebenso steht es mit den anderen PAD-Stipendiaten. Einige davon studieren ebenfalls in München, andere sehe ich nur zu bestimmten Veranstaltungen. Wir alle haben die Sprache nicht nur gelernt, sondern auch gelebt. Das wird uns für eine lange Zeit verbinden.

Deutsches Know-how in Ägypten

Als Ägypter, der zwischen den beiden Welten lebt, fasziniert mich die deutsche Kultur immer wieder aufs Neue. Mein Ziel ist es deshalb, die deutsche Kultur mit der ägyptischen Kultur zu verbinden und die interna­tionale Beziehung zwischen den beiden Ländern auszubauen. Ich hoffe, nach meinem Studium einige Jahre in Deutschland bei einer erfolgreichen Firma im Bereich Energietechnik arbeiten zu können, um so wichtige Erfahrungen zu sammeln. Denn für das Lösen der Energiekrise in Ägypten müssen innovative Verbesserungsvorschläge zur Steigerung der Energie­effizienz in industriellen Prozessen erarbeitet werden.

In zehn Jahren möchte ich dann einer der Energiespezialisten sein, die einen robusten Plan entwickeln, um die Kluft zwischen der zur Verfügung stehenden Energie und der Nachfrage zu schließen. In Zusammenarbeit mit Deutschland möchte ich später Deutschlands Erfahrungen und Know-how in den Bereichen der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz den Menschen in Ägypten näher bringen.

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