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PASCH-Alumni im Porträt: Alica Parganlija

Mein Name ist Alica Parganlija, und Deutsch hat in meinem Leben schon immer eine zentrale Rolle gespielt. Es ist eine Sprache, mit der ich starke Emotionen verbinde, und die mich in jeden neuen Tag begleitet.

Ich bin 1995 in Bosnien und Herzegowina geboren und konnte schon als Fünfjährige Deutsch sprechen, weil ich es durch das deutsche Fernsehen gelernt habe. Während meiner Schulzeit hatte ich zehn Jahre lang Deutschunterricht. Ich war Schülerin des Ersten Gymnasiums Zenica, welches eines der besten des Landes ist. Meine Heimatstadt Zenica liegt in Zentralbosnien und ist unter anderem für ihre Stahlindustrie bekannt.

PASCH-Jugendkurse

Seit 2009 habe ich an verschiedenen Projekten der PASCH-Initiative teilgenommen und dabei viele positive Erfahrungen gesammelt. Ich habe an zwei Jugendkursen des Goethe-Instituts teilgenommen, in Schlitz und Berlin. Den Kurs in Berlin habe ich als Preis für den ersten Platz beim Schreibwettbewerb „Mein Sportidol“ für meinen Beitrag über die bosnische Fußballnationalmannschaft gewonnen. Bei den Jugendkursen konnte ich meine Deutschkenntnisse anwenden und Jugendliche aus den unterschiedlichsten Ländern der Welt kennenlernen: aus der Türkei, Indonesien, den USA, Italien, Mexico, aus der Mongolei und Russland. Wir sind uns durch das gemeinsame Ziel, Deutsch zu sprechen, näher gekommen.

Internationale Begegnungen

So habe ich nicht nur Deutschland besser kennengelernt, sondern auch viel über andere Länder erfahren. Die Sprache hat uns alle zusammengeführt. In diesem Sinne war für mich eines der schönsten Erlebnisse ein so genannter „internationaler Abend“ während des Jugendkurses in Schlitz. Dort haben alle Kursteilnehmenden ihre Länder vorgestellt. Das Resultat war eine faszinierende und bunte Mischung von Kulturen, Volkstänzen, Geschichte und Tradition. Das hat wirklich Spaß gemacht. Ich stehe bis heute in Kontakt mit den Freunden, die ich damals gewonnen habe.

Deutscholympiaden in meinem Land

Eine weitere Gelegenheit, mich mit den Besten zu messen, ergab sich in Form von Deutscholympiaden auf Landesebene. Ich habe an zwei Olympiaden in Sarajewo teilgenommen und kam mit Bronze und Gold nach Zenica zurück. Was ich sagen kann, ist, dass ich mich mit besonderer Freude an alle Aktivitäten der PASCH-Initiative zurückerinnere. In ihr habe ich eine Möglichkeit gefunden, mich in meiner Lieblingssprache Deutsch mit anderen zu messen und kreativ zu sein.

Das Besondere an der PASCH-Initiative

Für mich ist die PASCH-Initiative ein Beispiel für ein Projekt, bei dem Jugendliche die Möglichkeit haben, ihr Talent zu offenbaren. Ich würde mir wünschen, dass die Regierung Bosniens die Wichtigkeit solcher Projekte als Investitionen in die Bildung erkennen würde. Ein bosnisches Sprichwort sagt: „Wie viele Sprachen du kannst, so viel bist du wert.“ Deswegen kann ich allen, die sich vielleicht noch nicht sicher sind, ob es sich lohnt, eine neue Sprache zu lernen, ans Herz legen, sich für Deutsch zu entscheiden.

Mein Studium und meine Zukunft

Im Moment studiere ich als Stipendiatin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes Psychologie an der Philipps-Universität in Marburg. Die Stadt gefällt mir sehr gut und das Studium ist interessant. Ich würde mein Studium gern mit einem entsprechenden Masterstudiengang fortsetzen und später qualifiziert ins Berufsleben eintauchen. Mein Ziel ist es, beruflichen Erfolg zu haben und durch gesellschaftliches Engagement sowohl Bosnien als auch Deutschland stolz zu machen.

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