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PASCH-Alumni im Porträt: Ebbe Bitsch Olsen

Ich heiße Ebbe Bitsch Olsen und habe in der siebten Klasse angefangen Deutsch zu lernen: am Middelfart Gymnasium, einer PASCH-Schule in Dänemark. Inzwischen studiere ich in Kopenhagen und habe mit meiner Kombination aus Deutsch, EU-Wissenschaft und Wirtschaft genau ins Schwarze getroffen.

Mit der PASCH-Initiative habe ich leider ganz wenig im Ausland gemacht, ich habe zum Beispiel nicht an Camps oder Jugendkursen teilgenommen. Am Gymnasium haben wir aber die Website der PASCH-Initiative verwendet, unter anderem, um uns Informationen zu holen. Wir hatten alle ein Log-In. Damit konnten wir beispielweise auch die Newsletter der Initiative erhalten, die ich mit großem Interesse gelesen habe – das hat mein Interesse an Deutschland verstärkt.

Zum Praktikum nach Deutschland

Nach einer erfolgreichen Sprachprüfung habe ich ein Sprachzertifikat des Goethe-Instituts bekommen. Ein Zertifikat, das ich nach dem Schulabschluss als Schlüssel benutzt habe: Ich habe für sieben Monate ein Praktikum in Deutschland gemacht, bei der Möbelfirma Segmüller in Weiterstadt. Das liegt in Hessen. Um die Stelle als Praktikant zu bekommen, habe ich das Sprachzertifikat als Garantie für meine Sprachkenntnisse vorgelegt.

Die Anstellung bei Segmüller war für mich ein besonderes Erlebnis in Verbindung mit Deutschland und der deutschen Sprache. Dabei habe ich auch bemerkt, wie viel es bedeutet ein anerkanntes Sprachzertifikat zu haben.

Deutschland und Dänemark – Nachbarn mit kulturellen Unterschieden

Auf PASCH-net hatte ich während meiner Schulzeit über die Kultur der Deutschen, über Jung und Alt, gelesen. So konnte ich mich vor meinem Aufenthalt in Deutschland auf Kulturverschiedenheiten gedanklich schon gut vorbereiten.

Obwohl Dänemark und Deutschland Nachbarn mit vielen Ähnlichkeiten sind, gibt es auch Unterschiede. Der für mich größte Unterschied war die Anrede: Ich musste am Anfang immer nachdenken und mich daran erinnern „Sie“ zu sagen – und nicht „du“. In Dänemark duzt man ja alle, aber das war schnell gelernt und verursachte mir keine Probleme mehr.

Am Gymnasium in Middelfart hatten wir ab und zu Besuch von Schülerinnen und Schülern aus Deutschland, die erzählt haben, was Sie mit uns und in Dänemark erlebt haben. Das ist spannend zu hören, was Leute aus anderen Ländern und Kulturen über uns Dänen denken.

Mein Studium: eine Mischung aus Deutsch und Wirtschaft

Deutsch spielt eine sehr starke Rolle in meiner Ausbildung. Bei uns lernt man meist Dänisch und Englisch, und belegt in der Schule dann noch eine Fremdsprache, die man selbst wählen kann (Spanisch, Französisch, Englisch oder Deutsch). Jetzt bin ich an der Uni und in meiner Studienkombination wird ein Drittel des Unterrichts auf Deutsch durchgeführt – daher ist Deutsch natürlich sehr wichtig für mich.

Ich mache einen Bachelor und studiere Europäisches Business mit Deutsch als Fremdsprache an der Copenhagen Business School (CBS). Das gefällt mir sehr. Es war für mich wichtig, eine Kombination zwischen Deutsch, EU-Wissenschaft und Wirtschaft zu finden – und da habe ich wirklich ins Schwarze getroffen.

Nach dem Abschluss möchte ich gern weiter studieren. Denn es kann schwierig sein, mit einem Bachelor-Abschluss gleich einen Job zu finden. Ich möchte dann Wirtschaftswissenschaft und Kommunikation studieren.

In zehn Jahren bin ich hoffentlich in einem dänischen Unternehmen, das irgendwie eine Verbindung mit Deutschland hat – oder es ist ein deutsches Unternehmen mit einem Büro in Dänemark.

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