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PASCH-Alumni im Porträt: Ines Guemguemi

Mein Name ist Ines Guemguemi. Ich komme aus der Stadt Kairouan und bin 1994 in Tunis geboren. Als ich klein war, hat mein Vater mir immer von Deutschland erzählt, deswegen habe ich mich in der zwölften Klasse für das Wahlfach Deutsch entschieden.

Ich bin eine ehemalige Schülerin des Elitegymnasiums in Kairouan. Meine Schule (auch: Lycée Pilote Kairouan) ist eine PASCH Schule. Daher hat das Goethe-Institut bei uns einen Deutschraum eingerichtet, der uns viele didaktische Materialien – Bücher, CDs und Lernspiele – bot.

In besonderer Erinnerung sind mir auch die Bemühungen und Ideen unserer lieben Deutschlehrerin Nedia Dridi. All das hat dazu beigetragen, den Deutschunterricht an unserer Schule interessanter, unterhaltsamer und leichter für uns zu machen.

Eine wunderbare Erfahrung

Jedes Jahr vergibt das Goethe-Institut Stipendien für einen Sprachaufenthalt in Deutschland. Ich habe im Sommer 2012 von einem solchen Stipendium profitieren dürfen. Im Jugendsprachkurs waren wir zehn tunesische Schülerinnen und Schüler, jeweils zwei von einer der fünf tunesischen PASCH Schulen – zusammen mit anderen Jugendlichen aus vielen verschiedenen Ländern.

Das war eine wunderbare und vor allem bereichernde Erfahrung: 21 Tage lang jeden Morgen Deutschunterricht und am Nachmittag dann kulturelle Aktivitäten und Freizeitbeschäftigungen. An den Wochenenden haben wir Ausflüge und Exkursionen unternommen. Für mich ist das eine der schönsten Erfahrungen, die man als junger Mensch machen kann.

Unterschiede akzeptieren

Vor allem die Erfahrung mit 66 jungen Schülerinnen und Schülern aus 13 verschiedenen Ländern zusammen zu sein, hat mich viel gelehrt. Ich habe dadurch nicht nur Unterschiede zwischen diversen Kulturen und Menschen kennenlernen dürfen, sondern habe auch gelernt, diese Unterschiede zu akzeptieren.

Die Welt ist so groß und wir sind alle so verschieden, aber wir müssen lernen uns gegenseitig zu respektieren, sodass wir miteinander leben können. Durch die Zeit im Jugendkurs habe ich Freunde unterschiedlicher Nationalitäten gewonnen, deren Geschenke ich immer noch aufbewahre und mit denen ich mir Dank des Internets hin und wieder schreibe.

Was Menschen aus Tunesien und Deutschland verbindet, ist meiner Ansicht nach, dass sie der Zukunft mit Hoffnung und Ehrgeiz entgegen gehen. Viele junge Deutsche habe ich als sehr diszipliniert wahrgenommen, wenn es um Arbeit und Schule geht.

Medizinstudium in Tunis

Zurzeit studiere ich an der medizinischen Fakultät in Tunis. Leider habe ich seit Beginn des Studiums nicht weiter Deutsch gelernt, aber ich möchte vielleicht im Sommer einen Deutschkurs am Goethe-Institut besuchen.

Wenn ich mein Medizinstudium abgeschlossen habe und es mir gelingt, gleichzeitig wieder mit dem Deutsch lernen zu beginnen, kann ich mein Studium in Deutschland fortsetzen. In den letzten zwei Jahren ist mir aufgefallen, dass viele medizinische Fachkräfte nach Deutschland gehen, um sich dort zu spezialisieren. Vielleicht mache ich das auch.

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