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PASCH-Alumni im Porträt: Augustina Gabrilavičiūtė

Ich heiße Augustina Gabrilavičiūtė und komme aus Vilnius in Litauen. In meiner Heimat habe ich eine PASCH-Schule besucht: das Vilnius Lyzeum. Seit der zweiten Klasse lerne ich Deutsch als erste Fremdspache. Jetzt lebe ich in Marburg und studiere Molekulare Biologie.

Zum ersten Mal nach Deutschland

Nach der neunten Klasse erhielt ich ein Stipendium für einen Jugendsprachkurs und habe zusammen mit Jugendlichen aus vielen verschiedenen Ländern drei Wochen lang in Thüringen Deutsch gelernt. Da der Sprachkurs in Oppurg mein erster Besuch in Deutschland war, hinterließ er einen bleibenden Eindruck bei mir.

Wir haben nicht nur Deutsch gelernt, sondern oft auch Ausflüge in unterschiedliche Städte unternommen, wo wir jedes Mal verschiedenen Aktivitäten nachgingen (wie zum Beispiel einem Fotowettbewerb). Diese Erfahrung brachte mich zu der Überlegung in Deutschland zu studieren.

Als Ausländerin hatte ich mich vorher nicht getraut Deutsch zu sprechen. Doch da ich in dieser Woche nur mit anderen Menschen aus dem Ausland konfrontiert war und Deutsch unsere gemeinsame Sprache war, konnte ich meine Hemmungen ablegen.

Zwei Jahre später repräsentierte ich meine Schule beim Wettbewerb: „Jugend debattiert international“. Zeitgleich war ich an einem Theaterprojekt beteiligt. Bei diesem Projekt haben wir in Zusammenarbeit mit einem professionellen Regisseur aus Deutschland ein ganzes Theaterstück geschrieben.

Andere Kulturen verstehen

Während der Teilnahme an diesen Projekten habe ich mit vielen Schülerinnen und Schülern Bekanntschaft geschlossen. Es war stets sehr faszinierend, Menschen aus anderen Ländern kennenzulernen und mindestens ein paar Tage mit ihnen zu verbringen. Damit bot sich mir auch eine gute Gelegenheit andere Kulturen besser zu verstehen. Bis zum heutigen Tag stehe mit den meisten Schülern in Kontakt.

Wenn man mit Menschen aus dem Ausland spricht, muss man oft sein Land repräsentieren. Da Litauen sehr klein ist, sind es meist ähnliche Fragen, die einem gestellt werden. Litauen liegt an der Ostsee. Die Hauptstadt ist Vilnius. In Vilnius leben etwa drei Millionen Einwohner – wie in Berlin! Unsere Sprache ist eine der ältesten der Welt.

Biologie in Marburg

Zum Studium bin ich tatsächlich nach Deutschland gegangen und habe vor einiger Zeit mein Bachelor-Studium der Biologie an der Philipps-Universität Marburg abgeschlossen.

Marburg ist eine mittelalterliche Stadt mit tausenden Treppen und kleinen Gassen. Die Stadt ist immer lebendig und modern, da jeder vierte Einwohner Student oder Studentin ist. Der hohe Universitätsstandard und das weltbekannte Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie waren nur zwei von vielen Gründen, wieso ich gerne in Marburg studieren wollte.

Im Moment arbeite ich als Hiwi (Studentische Hilfskraft) an der Universität, im Bereich molekulare Genetik. Die Alltags-, Arbeits- und Studiensprache ist natürlich Deutsch.

Ab diesem Wintersemester werde ich mein Studium an der Philipps-Universität Marburg fortsetzen und den Master in Molekularer Biologie machen.

Zukunftspläne

Meine Professoren sind weltberühmte Wissenschaftler, allein deshalb bin ich mir sicher auf dem richtigen Wege zur Verwirklichung meiner langfristigen Ziele zu sein. Nach meinem Studium plane ich, mich für einen PhD-Abschluss zu bewerben und möglichst am Max-Planck-Institut zu promovieren.

Schon als kleines Mädchen wollte ich Wissenschaftlerin werden, obwohl ich gar nicht genau wusste, was das bedeutet. Seitdem war und ist es mein Ziel, diesen Traum zu verwirklichen. Aus diesem Grund hoffe ich, in zehn Jahren als Wissenschaftlerin im Bereich Molekulare Biologie tätig zu sein.
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