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PASCH-Alumni im Porträt: Dhruv Khattar

Ich bin Dhruv Khattar und komme aus Neu Delhi. Ich bin 18 Jahre alt und habe das Studienkolleg der Universität Heidelberg besucht. Ich werde Bildungswissenschaft studieren. Ich habe die Ahlcon International School in Neu Delhi besucht, die auch PASCH-Schule ist.

Deutschlernen

In der 6. Klasse hat jeder in der Schule die Chance Deutsch oder Sanskrit zu lernen. Für mich war es klar: Ich habe Deutsch ausgewählt. Von Anfang an habe ich Deutsch mit voller Begeisterung gelernt. Damals, im Jahr 2006, hatten wir nie die Chance gehabt, Deutsch zu hören und zu üben. Dann haben wir anhand eines neuen Curriculums und eines Stipendiums für Lern- und Lehrmaterial, diese Möglichkeit bekommen und die Sprachkenntnisse weiter verbessert. Das Goethe-Institut und die Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ (PASCH) haben das ermöglicht. Ich habe Deutsch sogar bis zur 12. Klasse gelernt und war damals der erste und einzige in der Schule, der Deutsch im Schulabschluss absolvierte.

Im Jahr 2009 habe ich ein Stipendium bekommen, um an einem einwöchigen regionalen Deutsch-Jugendcamp in Yercaud, Tamil Nadu, teilzunehmen – und im Jahr danach ein Stipendium für einen dreiwöchigen internationalen Jugendsprachkurs in Deutschland. Diese Camps haben mir die Möglichkeit gegeben, die Sprachkenntnisse richtig anzuwenden und aufzubauen. Ich habe viele Städte in Deutschland besucht und besichtigt: zum Beispiel Göttingen, Hannover, Wolfsburg, Köln und Berlin. Ich habe auch an einem Austausch- Programm teilgenommen. Bei der Teilnahme am alltäglichen Leben in einer deutschen Familie habe ich viele neue Sachen erlebt und erlernt, wie zum Beispiel Kuchen backen oder auch neue Lernmethoden. Ich habe nicht nur die Kulturen verschiedener Länder kennengelernt, sondern auch neue Leute. Jeder Tag hat sich zu einer schönen und unvergesslichen Erinnerung gestaltet. Ich habe neue Freundschaften geschlossen. Und es freut mich sehr, dass wir immer noch im Kontakt sind. Diese Camps und Austauschprogramme waren unvergessliche Erfahrungen für mich.

Vierteljährliche Ereignisse in meiner Heimat, zum Beispiel die deutsche Ausstellung, das Filmfest und das Online-Quiz, haben viel dazu beigetragen, um die Traditionen, die Kultur, die Sitten und Gebräuche Deutschlands besser kennenzulernen. Während dieser Aktivitäten habe ich viel Spaß gehabt. Beim Deutschlernen habe ich meine Fähigkeiten erkannt und weiterentwickelt.

Ich bin ein Teil der PASCH-Familie

Als indischer Vertreter bei einer PASCH-Zukunftswerkstatt in Berlin, die das Goethe-Institut organisiert hat, habe ich angesehen und erlebt, dass man ohne ganz feste Vorgaben etwas Sinnvolles und Wertvolles tun kann. Ich habe auch deutlicher gesehen, dass die Zukunft von den heutigen Jugendlichen abhängt – und dass unsere Entscheidungen unsere Persönlichkeit ausmachen.

Warum Bildungswissenschaft?

Als ich letztes Jahr ein Praktikum beim Goethe-Institut gemacht habe, habe ich viel Erfahrung im Bereich Bildungsmanagement gesammelt. Das hat mein Interesse an Bildungswissenschaft gestärkt und ich habe jetzt vor, etwas in diesem Zusammenhang zu studieren. Ich möchte meine Karriere in diesem Bereich machen.

Ein Jahr in Deutschland: Vorbereitung auf das Studium

Ich habe für ein ganzes Jahr ein Studienkolleg in Heidelberg besucht. Beim Kolleg kann man sich auf die Uni vorbereiten und die Sprachprüfung für ein Studium in Deutschland ablegen. Gleich am ersten Tag war ich in die Stadt verliebt. Heidelberg ist wirklich eine schöne Stadt. Die Gegend um Heidelberg ist auch einfach zu erreichen und hat eine große Vielfalt. Das Leben ist ganz unterschiedlich im Vergleich zu dem, was ich in Indien gehabt habe. Ich genieße mein Leben dort sehr und die Universität bietet viele Möglichkeiten zum Lernen. Das Wetter ist immer angenehm. Ich brauche dort kein Auto, da es ein organisiertes öffentliches Verkehrsmittelsystem gibt. Ab und zu gibt es verschiedene Feste und Märkte, die mir sehr gefallen. Der Glühwein vom Weihnachtmarkt gefällt mir am besten. Komischerweise gibt es fast jeden Monat in Mannheim und Heidelberg im Sommer ein Holi-Fest: das indische „Fest der Farben“. Ich sehe mir die bunten und frohen Leute an und finde es ganz interessant.

Ich würde gern in Heidelberg weiterstudieren und in der Zukunft möchte ich noch etwas Neues erleben und entdecken.

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