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PASCH-Alumni im Porträt: Martín Briones

Martín Briones
Mein Name ist Martín Briones. Ich bin 1993 geboren und komme aus Argentinien. Seit dem Kindergarten lerne ich Deutsch. Zuletzt habe ich das Berufsbildungszentrum (BBZ) der Deutschen Schule Villa Ballester in Buenos Aires besucht. Jetzt studiere ich Betriebswirtschaft in Deutschland.

Ich danke meinen Eltern jeden Tag, dass sie mir die Möglichkeit gegeben haben, Deutsch zu lernen. Denn die deutsche Sprache war der Schlüssel für meinen Weg nach Deutschland.

Die beste Erfahrung meines Lebens

An der Goethe-Schule Buenos Aires habe ich angefangen Deutsch zu lernen. Das ist eine von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) betreute PASCH-Schule. Das erste Mal, dass ich persönlich mit Deutschland in Kontakt gekommen bin, war 2010/2011 bei einem Schüleraustausch mit einer Schule in Deutschland. Das war eine einzigartige Erfahrung – und die beste meines Lebens! Meine Gastfamilie in Marbach am Neckar war sehr nett und ich habe mich dort immer wohl gefühlt. Wir stehen sogar heute noch in Kontakt.

In dieser Zeit bin ich auch viel durch Deutschland gereist, zum Beispiel nach Frankfurt, Köln, Berlin, München und Stuttgart. Dabei habe ich viel über die deutsche Kultur erfahren. Ich weiß jetzt, dass Deutschland und Argentinien gar nicht so weit voneinander entfernt sind, wie man bei einem Blick auf die Landkarte denkt. Denn es gibt nicht nur unterschiedliche, sondern auch ganz ähnliche Gewohnheiten – auch wenn die Sprache eine ganz andere ist.

Durch PASCH habe ich aber auch in Argentinien neue Freunde gefunden. Das BBZ der Deutschen Schule Villa Ballester veranstaltet zum Beispiel den Wettbewerb „Junior-Manager“, bei dem man in einem Team eine Geschäftsidee entwickeln und planen muss. An diesem Wettbewerb nehmen auch Schülerinnen und Schüler von PASCH-Schulen aus ganz Argentinien teil.

Vorsprung durch die deutsche Sprache

Nach meinem Abschluss am BBZ der Deutschen Schule Villa Ballester habe ich mich an vier verschiedenen Hochschulen in Bayern beworben. Die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg (OTH) hat mir dann am besten gefallen. Im Oktober habe ich dort mein BWL-Studium begonnen. Ich freue mich sehr, an einer so großartigen Hochschule studieren zu können. Dabei habe ich das Glück, für ein Jahr ein sogenanntes Motivationsstipendium von BayBIDS bekommen zu haben.

Zurzeit bin ich noch auf Wohnungssuche – Studentenwohnheime, Wohngemeinschaften, Studentenapartments. Weil ich jetzt schon seit vielen Jahren an die deutsche Kultur und den deutschen Lebensstil gewöhnt bin, habe ich aber trotzdem schon das Gefühl, hier in Deutschland heimisch geworden zu sein. Dass ich schon so früh Deutsch gelernt habe, gibt mir jetzt einen großen Vorsprung. Und im Alltag ist die deutsche Sprache für mich einfach der Weg, um neue Leute kennenzulernen und TV, Radio und Kino zu verstehen.

Eine Brücke nach Südamerika schlagen

Wenn ich meinen Bachelor habe, möchte ich auch den Master machen. Da kann ich dann meinen Studienschwerpunkt vertiefen. Im Moment denke ich da an Marketing, aber ich habe ja noch etwas Zeit, um mich zu entscheiden.

In zehn Jahren sehe ich mich als Mitarbeiter in einem Außenhandelsunternehmen in Deutschland oder Argentinien – vielleicht in einer führenden Position. Dabei möchte ich Leute mit den unterschiedlichsten Ideen kennenlernen, viel reisen und flexibel sein. Schön wäre, wenn ich dabei eine Brücke zwischen Deutschland beziehungsweise Europa und Südamerika schlagen könnte.

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