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PASCH-Alumni im Porträt: Neevidha Zore

Neevidha Zore
„Ich liebe Deutschland“, sagt Neevidha gleich zur Begrüßung. Dass das so ist, daran ist ihr Vater schuld: ein Finanzberater, der schon in Japan und Spanien gelebt hat. Neevidha wurde 1993 in Mumbai geboren und hat Deutsch gewählt, weil ihr Vater es so wollte.

Gut fand sie das damals nicht, denn ihre Freundinnen waren alle im Französischunterricht. Doch in Frankreich waren die nie. „Und ich durfte im Sommer 2010 nach Deutschland fahren“, sagt Neevidha stolz und erzählt so begeistert von den drei Wochen im PASCH-Jugendkurs in Hannover, als wäre sie gerade erst zurückgekommen. „Dort waren Jugendliche aus der ganzen Welt“, sagt sie. Aus Indien, Estland, Indonesien, den USA. Neben dem Deutschunterricht am Morgen und den Ausflügen mochte sie vor allem die Gespräche mit den anderen im Kurs. „Am beeindruckendsten war aber der Tag in der Autostadt Wolfsburg“, sagt sie und erzählt von den Oldtimern, die dort ausgestellt sind, von den schicken, neuen Autos, der Laser-Show und der modernen Architektur.

Aber auch der Deutschunterricht an ihrer Schule in Mumbai, dem Sathaye College, hat ihr immer großen Spaß gemacht. „Ich habe keine einzige Stunde verpasst“, sagt sie. Vor allem das Interaktive hat ihr am Unterricht gefallen. „Es wurde nicht mit der indischen Methode unterrichtet, wo die Schülerinnen und Schüler nur nachsprechen, was der Lehrer sagt.“

Momentan studiert sie Bankwirtschaft an der Universität in Mumbai und besucht jeden Sonntag einen Deutschkurs an der Universität, denn auch nach der Schule wollte sie weiter Deutsch lernen. Doch viel hilft das nicht, da der Kurs 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hat. Momentan ist er aber die einzige Möglichkeit, ihr Deutsch am Leben zu erhalten. Auch in der Freizeit beschäftigt Neevidha sich mit Deutsch. Sie macht Übungen im Internet, hört CDs und liest Lehrbücher und Kurzgeschichten, die sie in der Bibliothek im Goethe-Institut ausleiht. Alle drei Wochen verbringt sie einen Nachmittag dort. „Am liebsten würde ich Dolmetscherin werden, und in Deutschland studieren“, sagt sie.

Das Interview führte Katja Hanke.
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