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PASCH-Alumni im Porträt: Guilherme Henrique Weiler Ceccato

PASCH-Alumni: Guilherme Henrique Weiler Ceccato
Ich heiße Guilherme Henrique Weiler Ceccato und komme aus Brasilien. Dieses Jahr beginne ich mein Medizinstudium an der Universität in Blumenau. Ein besonderer Moment war meine Begegnung mit einem Nobelpreisträger der Medizin aus Deutschland.

Als ich 13 Jahre alt war, habe ich angefangen Deutsch zu lernen – an der Schule Barão do Rio Branco. Die Schule liegt in Blumenau, in Brasilien. Mit dem PASCH-Projekt bin ich 2011 nach Deutschland gereist und habe dort an einem Jugendkurs in Dresden teilgenommen.

Dort waren Schülerinnen und Schüler aus elf Ländern. Wir sind alle immer noch in einer Facebook-Gruppe in Kontakt und sehen, was die anderen schreiben. Vor Kurzem habe ich mit einer Freundin aus Serbien und einem Freund aus Aserbaidschan geredet. Nach meiner Reise nach Deutschland 2011 habe ich mit Freunden aus Tunesien gesprochen und sie haben mir auch mit einem Schulprojekt geholfen. Ein Jahr später haben eine Freundin von mir und ich an unserer Schule den ersten Deutschabend der Schule moderiert.

Eine unvergessliche Zeit in Deutschland

Meine Reise nach Deutschland war ein unvergessliches Erlebnis, ich habe viele Menschen kennengelernt, die meisten ganz anders als ich. PASCH hat mir verschiedene Plätze, Menschen, Geschichten, Denken gezeigt. Es war super. Ohne diese Gelegenheit wäre alles nur Fantasie: die Frage danach, wie Deutschland oder die jungen Leute vom anderen Ende der Welt sind, zum Beispiel. So konnte ich viel von dem erleben, was ich mich gefragt und worüber ich nachgedacht hatte.

Als ich in Deutschland war, konnte ich allein mit Menschen aus verschiedenen Ländern reden und Zeit verbringen, ich konnte andere Wirklichkeiten kennenlernen. Nur sie und ich, wir waren ganz selbstständig, physisch und im Geiste, und das war fantastisch. In einer anderen Sprache zu denken und zugleich ein anderes Land zu entdecken war sehr wichtig, um den Geist für die Welt und ihre verschiedenen Kulturen zu öffnen.

Meine Leidenschaft – Medizin und Nanotechnologie

Ich beginne dieses Jahr mein Medizinstudium an der FURB (der regionalen Universität Blumenau) – aber ich interessiere mich auch für Nanotechnologie. Ich möchte Medizin und Nanotechnologie verbinden, das ist Nanomedizin. Ich bin glücklich, weil ich jetzt wirklich forschen werde. Das konnte ich in der Sekundarstufe noch nicht machen, weil die Ausstattung oder das Wissen noch fehlten.

Europa und besonders Deutschland sind Orte, die wichtig und verheißungsvoll für mein Studium sind. Vielleicht kann ich an einem Austauschstudium in Deutschland teilnehmen oder eine Förderung für meine Forschung bekommen. Es gibt viele Möglichkeiten für mein Studium. Aber erst muss ich mehr Deutsch lernen, um meine Ziele zu erreichen. Deutschland ist eine sehr gute Wahl für ein Studium mit fortschrittlichen Technologien und eine gutes Land für die Forschung. In der Zukunft sehe ich mich vielleicht in Deutschland studieren.

Ich bin noch nicht sicher, welches Spezialgebiet ich im klinischen Teil meiner Ausbildung belegen werde, aber jetzt denke ich an Onkologie. Nach dem praktischen Jahr möchte ich einen Master machen. Ich möchte in Krankenhäusern oder Praxen arbeiten, aber ich möchte auch forschen und Sachen entdecken, die Menschen helfen können. Ich hoffe, dass ich ein würdiger und wichtiger Arzt sein werde. Und ich hoffe auch, dass ich eine wichtige Entdeckung machen oder ein medizinisches Problem lösen werde.

Begegnung mit einem Nobelpreisträger

Ich möchte noch sagen, dass die PASCH-Initiative wirklich einige Träume von mir wahr gemacht hat und mir auf meinem Weg geholfen hat. Einige Tage vor Semesteranfang bin ich nach São Paulo gereist. Dort habe ich einen Vortrag von Erwin Neher gehört, einem Forscher der Max-Planck-Gesellschaft. Er ist Direktor am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen – und Nobelpreisträger für Physiologie oder Medizin!

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