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PASCH-Alumni im Porträt: Dulguun Batmunkh


Ich heiße Dulguun Batmunkh und bin in Ulaanbaatar in der Mongolei geboren. Seit vierzehn Jahren lerne ich Deutsch. Meine Schule war die 18. Schule in Ulaanbaatar. Jetzt studiere ich Internationale Beziehungen an der Nationalen Universität der Mongolei.

Nebenbei arbeite ich als Journalistin beim Deutschen Radio Ulaanbaatar und beim United Nations Youth Advisory Panel in der Mongolei.

Meine Zeit als PASCH-Schülerin

Ich habe im Jahr 2008 einen PASCH-Jugendkurs in Vallendar bei Koblenz besucht. Durch die Teilnahme am PASCH-Kurs konnte ich meine Sprachkenntnisse verbessern, aber auch meinen Horizont erweitern. Die Unterrichtsart in den Jugendkursen ist sehr interessant und eigenartig. Man bekommt die Möglichkeit, neben der Sprache auch sein Allgemeinwissen deutlich zu verbessern, zum Beispiel in Physik (mit physikalischen Experimenten), Kochkunst (beim Kurs über internationale Küche) und Literatur (beim Schauspielkurs).

Bei unserem Jugendkurs in Vallendar haben PASCH-Schülerinnen und
-Schüler aus über zehn verschiedenen Ländern teilgenommen. Während der Zeit sind viele Freundschaften entstanden und wir halten mit der Hilfe von Facebook immer noch Kontakt. In Zukunft habe ich sogar den Plan, meine PASCH-Freunde in Indien, Thailand, Indonesien, Italien, Finnland und Australien zu besuchen.

Natürlich kann ich mich noch ganz klar an unsere Kurszeit in Deutschland erinnern, sie ist ein Teil meiner wertvollsten Jugenderinnerungen geworden. Der PASCH-Kurs ist dadurch besonders, dass das komplette Programm so vielseitig ist, sodass man sich intensiv mit der Sprache, Kultur und Geschichte Deutschlands beschäftigen kann – aber genauso von allen teilnehmenden Schülerinnen und Schülern über die Kultur in anderen Ländern lernt. Mir sind besonders die Grillabende im Garten, die Freizeitspiele, die gemeinsamen Ausflüge in die Nachbarstädte sowie die Fußballabende (zu der Zeit war Europameisterschaft) klar in Erinnerung geblieben.

Lernen über das eigene Land – ein Abenteuer

Im Jugendkurs „musste“ ich ehrlich gesagt auch mehr über mein eigenes Land lernen, da ich dort eine der Repräsentantinnen meines Landes in dieser internationalen Gemeinschaft war. Wir haben für den internationalen Abend des PASCH-Kurses eine Präsentation über unser Land vorbereitet, wobei wir selbst viel dazugelernt haben. Außerdem haben wir auch zum ersten Mal unser Nationalgericht Khuushuur gekocht, was – so vermute ich – die größte Herausforderung für uns war. Das ganze war ein Abenteuer!

Deutsch ist die Sprache, deren Rechtschreibung ich vor der meiner eigenen Muttersprache gelernt habe. Dabei sind mir die Kultur, Geschichte und die sonstigen Eigenschaften dieses Landes auch sehr nah ans Herz gewachsen.

In der heutigen globalisierten Welt bemühen sich alle darum, irgendeine besondere Qualifikation vorzuweisen. Eines kann ich überall stolz sagen: Deutsch beherrsche ich sehr gut, das macht meine besonderen Kenntnisse aus und bringt auch viele Vorteile.

Pläne für die Zukunft

Jetzt habe ich vor, noch ein bis zwei Jahre Arbeitserfahrung zu sammeln, meinen beruflichen Werdegang klarer zu definieren und anschließend ein Masterstudium im Ausland zu machen.

In zehn Jahren sehe mich in einer Führungsposition in einer internationalen Organisation, die weltweit humanitäre Aktionen für Kinder durchführt. In zehn Jahren werde ich bestimmt schon auch eine eigene Familie gegründet und Kinder bekommen haben. Ich wünsche mir, dass meine Kinder auch Deutsch lernen werden – denn meine Deutschkenntnisse haben mir immer geholfen und mich weitergebracht.

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