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PASCH-Alumni im Porträt: Sajra Subasic


Sajra wurde 1994 in Heilbronn in Deutschland geboren, ihre Eltern waren während des Krieges in Bosnien und Herzegowina (1992–1995) dorthin geflüchtet. Bis zu ihrem vierten Lebensjahr lebte Sajra in Deutschland, dann kehrte sie mit ihrer Familie nach Zenica in Zentralbosnien zurück.

Ein Glücksfall für sie: Das 1. Gymnasium in Zenica, das Sajra nach der Grundschule besuchte, ist eine PASCH-Schule – beste Voraussetzungen, um ihre Deutschkenntnisse auszubauen. Besonders gern erinnert sich Sajra an den dreiwöchigen PASCH-Jugendkurs in Oppurg, an dem sie als Stipendiatin teilnehmen konnte: „Zusammen mit Jungen und Mädchen aus Brasilien, aus dem Iran und vielen anderen Ländern haben wir drei Wochen lang intensiv Deutsch gelernt, das hat Spaß gemacht.“

Beim Surfen auf der PASCH-Website entdeckte sie eines Tages den Aufruf zum Schreibwettbewerb „Umwelt ist Zukunft“. „Dazu fiel mir sofort das Stahlwerk in Zenica und die damit verbundene Umweltverschmutzung ein, ein Thema, das leider immer noch sehr aktuell ist“, sagt Sajra. Mit ihrem Text gewann sie den ersten Preis, eine Reise zu den Jugendmedientagen in Berlin im Oktober 2013. Dort besuchte sie einen Filmproduktionsworkshop. „Mein Traum ist, Regie zu studieren. Nach dem Abitur habe ich mich an der Filmakademie beworben, wurde aber abgelehnt.“

Ihr Ziel verliert Sajra dennoch nicht aus den Augen. „Ich studiere jetzt Journalismus in Sarajevo, auch da geht es um gute Recherche, Neugier, Vermittlung von Informationen. Nebenbei schreibe ich Filmszenarien, gerade arbeite ich an einem Drama um verlorene Liebe: Leute waren nicht ehrlich, und später müssen sie dafür büßen.“ Am Film findet sie vor allem Eines faszinierend: „Man kann zeigen, wie man selbst die Dinge sieht, die Leute kucken deine Ideen, deine Gedanken. Mich interessieren vor allem Dokumentarfilme und Dramen, weniger so lustige Dinge.“

Elisabeth Schwiontek
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